romania

PANORAMA HERMANNSTADT ↵

Huet Platz

Am festen Zibinsufer gelegen, überbaut die Stadt die Kreuzung der Nord-Süd und Ost-West ausgerichteten Haupthandelswege, die jeweils die Karpaten passieren. Charakteristisch für die Altstadt ist das etwa 12m hohe befestigte und von Häuserreihen und Stützbogen gesäumte tektonische Gefälle zwischen Ober- und Unterstadt. Den Kern der Stadt bildete die befestigte – von der Steuer ausgenommene – Kirchendomäne mit einem Sanktuarium, dem die höchste Erhebung und der bes-te Baugrund vorbehalten war; in Hermannstadt ist das der Kirchplatz mit der romanischen Marienkirche aus dem 13. Jh., deren Apsis 2018 ergraben wurde. Die Kirche wurde ab dem frühen 14. Jh. bis 1520 vom Chor ausgehend mit hoch- bis spätgotischem Gepräge neu errichtet und war einst von vier Kapellen umgeben, davon mindestens zwei ihr alters- oder funktionsmäßig vorausgingen: die 1160 erwähnte Jakobskapelle, als erste Parochialkirche der Siedler überliefert – nach 1838 vom Glöcknerhaus neben der Lügenbrücke überbaut, und die Ladislaus-Kapelle der 1191 bestätigten Hermannstädter Propstei. Nach Auflösung der Propstei als Stephanskapelle geweiht und 1592 von Albert Huet als Gymnasial-Bibliothek eingerichtet, fiel sie 1898 samt Priesterturm der Straßenerweiterung zum Opfer. Neben der Kapelle befand sich seit 1380 die Schule, seit 1782 im Brukenthal-Schulgebäude untergebracht. Im Anschluss stehen Kapitelshaus, Sagturm – die Verbindung zu Spitals-Komplex und Unterstadt – und Pfarrhaus. Bis 1554 war auf dem umfriedeten Platz auch der Friedhof. Eine ältere Täufer-Rotunde im Südosten, und eine Nikolauskapelle, die wahrscheinlich von dem um 1460 errichteten Westanbau der Kirche, der Ferula, überbaut worden ist, standen einst noch auf dem Kirchplatz, dazu im Nordosten der Hof der 1424 aufgelösten Propstei. Hinter dem Pfarrhaus schließt sich zur steilen Böschung hin die erste Burgmauer; eine nächste schloss sich um 1300 auch um den 1291 erwähnten angrenzenden Spitals-Komplex. Dessen 1760 renovierte Heilig-Geist-Kirche, noch bis 1906 gemeindlich genutzt, ist heute orthodox. Ihr Patrozinium und das kritische Baugelände an der Böschung zwischen den Mauerabschnitten weisen sie keineswegs als älteste Kultstätte der Siedlung aus. Spitalskirchen dieses Patroziniums begleiteten die Stadtgründungen als Civitas Dei und etablierten sich seit dem frühen 13. Jahrhundert in blühenden Handelsstädten Nord- und Westeuropas.

  Stadtränder Architekten-Viertel Doamna Stanca Schellenberg Schellenberg Junger Wald, Friedhof Goldtal, Tilisca Joseph Vorstadt Arsenal Hipodrom I, III, III, IV BMX artlabs CT3 Heltauer Vorstadt, Junger Wald Viertel Strand I II Neppendorf Ziegelei Viertel, Binder-See, Tineretului, Veteranilor Sagtor Vorstadt, Conradwiese Rieger, Independenta Burger-Vorstadt, Theresianum Industriegebiet West Industriegebiet Ost Vasile Aaron, Broscarie Hammersdorf Elisabeth Vorstadt / Lazarett Simerom Hallerwiese / Drei Eichen Oberstadt Kleiner Ring & Großer Ring Oberstadt Quartiere, Wehranlagen Unterstadt Saggasse Unterstadt Burgergasse Huet-Platz
© Stefan Jammer

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